4 Tipps für bessere Hundefotos

Vor genau 859 Tagen ist ein Hund in mein Leben getreten. Das heißt, das ich vor 859 Tagen angefangen habe, Hunde zu fotografieren. Seitdem habe ich wieder ein bisschen mehr von Fotografie als solcher verstanden - und von Hunden. Hier sind vier wichtige Tipps und Erkenntnisse, von denen ich gaube, dass Sie euch zu wirklich gelungenen Hundefotos führen können.

 

1. Das Verhältnis zwischen geschossenenen und gelungenen Fotos

 

Als ich anfing Hunde - insbesondere in Action - zu fotografieren, war ich es vorher vor allem gewohnt, mit extremen Belichtungszeiten und gestackten Filtern auf moderne Architektur oder Seen draufzuhalten. In dem Genre gehe ich meistens mit drei geschossenen Fotos nach Hause und davon wird es dann am Ende eins. Immerhin 33% Quote. Bei Hunden in Action ist das Verhältnis unglaublich viel schlechter - und das ist normal. Bei meinem letzten "Shooting" mit Holle und Basko habe ich draußen 289 Fotos innerhalb von zwei Stunden gemacht. Nach den ersten Minuten aussortieren des gröbsten Mists waren es noch 42. Der zweite Durchgang hat nochmal 50% verschwinden lassen - bleiben 21. Übriggeblieben sind ganz am Ende 16 Bilder. Das entspricht 5% ... und ist wahrscheinlich nicht einmal besonders schlecht. Am Anfang war ich trotzdem frustriert oder zumindest irritiert, weil ich dachte, das meine Quote die gleiche bleiben würde. Ist Quatsch! Einfach draufhalten. Dauerfeuer. Es gibt keinen anderen Modus als "Continuous shooting". Speicherplatz kostet nichts und ihr ärgert euch nur, wenn ihr im Einzelfoto-Modus fotografiert und hinterher nicht genau den Moment oder die Mimik mitkriegt, die ihr eigentlich haben wolltet.

 

2. Wenn der Hund kein Bock hat, hat der Hund kein Bock

 

Hierfür braucht es etwas Erfahrung, aber mit der Zeit merkt man es doch recht schnell. Wenn es dem Vierbeiner gerade nicht passt, bringt alles gar nichts. Lasst es einfach sein. Ihr kommt mit Bildern nach Hause, wollt, dass unbedingt etwas dabei ist und es ist einfach nicht der Fall. Probiert es einfach an einem anderen Tag oder vielleicht auch nur in einer Stunde nochmal.

 

3. Blende, Brennweite, ISO

 

Hier gibt es keine allgemeine Hundefoto-Einstellungen. Es kommt, wie immer, darauf an, was ihr machen wollt. Wenn der Süße eh gerade im Körbchen liegt und chillt, dann kann 1/40 Sekunde und ISO 100 reichen und vielleicht geht ihr mit 20mm Weitwinkel nah dran. Wenn ihr draußen ein Action-Bild in vollem Lauf frontal auf euch zu machen wollt, dann braucht ihr vielleicht 1/2000 Sekunden, volle Offenblende und einen entsprechend hohen ISO-Wert. Für solche Actionfotos liebe ich die 200mm an meinem Canon 70-200mm.

 

4. Augenhöhe

 

Der wichtigste Tipp kommt ganz zum Schluss. Und dieser Tipp ist nicht knapp auf dem ersten Platz aller Hundefotografie-Tipps. Er ist mit meilenweitem Abstand der Sieger. Legt euch hin, kniet euch hin. Egal, wie ihr es macht, seid auf Augenhöhe. 90% aller schlechten Hundefotos sind mindestens auch deshalb schlecht, weil der Betrachter wortwörtlich von oben herab auf den Hund runterschaut. Klar - es ist eine Regel und damit gibt es auch gute Gründe, ab und zu von dieser Regel Abstand zu nehmen. Aber typischerweise merkt man das dann stilistisch auch. Also: Macht eure Klamotten dreckig, legt ich den Schmutz, den Sand, den Schlamm. Es lohnt sich - und Klamotten kann man waschen.

 

So: Und jetzt kommt ihr. Welches gefällt euch am Besten von den unten stehenden Fotos? Oder fehlen euch Tipps in der Liste oben? Vielleicht habt ihr ja den absoluten Bringer, den ich hier einfach vergessen habe - oder selber gar nicht kenne! Dann bitte her damit!

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