Do

27

Aug

2015

Indochina Memos 2015 - Siam Reap

Wie ist Kambodscha? Welche Geschichte hat das Land geprägt? Was zeichnet die Kultur und die Menschen aus? Um ehrlich zu sein: ich wusste vorher nicht wirklich viel über dieses Land. Um es vorweg zu nehmen: Es ist von Thailand, Kambodscha und Vietnam das Land, das mir am Besten gefallen hat. Das heißt nicht, dass es das Schönste oder Stimmungsvollste der drei war. Aber es war das Interessanteste. Leider liegt das aber auch daran, dass es das ärmste Land meiner Reise ist. Um genauer zu sein - es ist mit Abstand das ärmste Land, in dem ich jemals war. Wann wurde mir das bewusst? In Sekunde 1 nach Grenzübertritt in Poipet. Dieser Grenzübertritt war das erste richtige Erlebnis der Reise - und das erste Mal, dass ich froh war, dass wir einen Guide dabei hatten. Sicher, man schafft es auch alleine von Thailand nach Kambodscha einzureisen, aber diese Grenzstadt (oder besser, Grenzmarkt?) ist unfassbar unübersichtlich und wuselig.

Auf der kambodschanischen Seite erhält dieses Land dann gleich seinen eigenen traurigen Soundtrack: Kein Lied, aber der ewige Singsang vier bis achtjähriger, wirklich aufdringlicher aber unglaublich hübscher, Kinder, die einem irgendwas mit der Anrede "One for a dollar" verkaufen wollen - wenn sie überhaupt etwas zum Verkauf haben.


Von Poipet ging es weiter nach Siam Reap. Noch nie gehört? Ich vorher auch nicht. Aber:

1. Es ist eine fantastische Partystadt (die Auswahl der Partystraße ist bei der Benennung der einzig wahren "Pub Street" relativ einfach).

2. Es gibt 45-minütige Massagen für 5 Dollar. (Dass es einem so vorkommt, als würde die Masseurin gerade auf dem eigenen Rücken für einen 5000m-Hindernislauf trainieren, ist nicht angenehm, aber hilft!)

3. Es ist der "Vorort" von Angkor.


Bevor man diese Sachen erfährt, stellt man aber fest, dass es vor allem eines ist - viel ruhiger als Bangkok. Und es ist langsamer. Nicht nur seine Tuk-Tuks, auch die Menschen und das Treiben auf den Straßen. Es ist ein erster Eindruck dieses abartig armen, verdammt verdreckten, aber faszinierenden Land, das nicht nur die Reisschüssel Indochinas ist, sondern auch mein Favorit werden sollte.


Zuletzt noch die beiden Ausgeh-Must-Haves: Wenn ihr einen Abend habt, geht ihr erst Chicken Amok essen, um danach in der Pub Street zwischen der "Temple Bar" und "Angkor What" Bier und B-52s zu trinken und zu warten, bis diese Straße zum Partymonster wird.

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