Fr

05

Apr

2013

Paris - Le Louvre

In Paris habe ich es seit langem einmal wieder geschafft, mir einen kompletten Abend Zeit zu nehmen, um zur blauen Stunde zu fotografieren. Es war zwar saumäßig kalt, aber es hat sich einmal mehr richtig gelohnt. Als Motiv hatte ich mir schon vor der Reise den Louvre mit seinen Wasserbecken und den Pyramiden ausgesucht, da ich mir die Mischung aus klassischer Architektur, modernen und glaslastigen Pyramiden sowie den Wasserreflektionen sehr gut vorstellen konnte.

 

Aber überzeugt euch selbst:


Da ich vor allem bei flickr ab und zu gefragt werde, wie denn mein Post-Processing-Workflow bei diesen Bildern aussieht, hier ein kurzer Abriss:

  • Alle Louvre-Bilder sind Pseudo-HDRs. Das heißt, es handelt sich eigentlich um eine einzige Belichtung. In Lightroom erzeuge ich dann (in der Regel zwei) virtuelle Kopien des Originals und belichte eine der beiden Kopien deutlich unter und eine deutlich über. In der Regel handelt es sich hierbei um ca. 1-2 Blendenstufen Unter- bzw. Überbelichtung. Das kommt aber natürlich auf das einzelne Foto an. Vor dem Anlegen der virtuellen Kopien reduziere ich meistens noch das Rauschen in Lightroom und wende die automatischen Objektivkorrekturen an. Insbesondere chromatische Abberationen sollte man vor der HDR-Bearbeitung so gut wie möglich wegkriegen.
  • Die drei Bleichtungsstufen importiere ich dann nach Photomatix Pro. Hier kommt es dann immer auf den persönlichen Geschmack an. Bei den Louvre-Bildern ist die HDR-Bearbeitung aber eher zurückhaltend und hauptsächlich dazu gedacht, um wirklich den vollen Kontrastumfang ins Bild zu bekommen.
  • Das HDR importiere ich dann wieder in Lightroom. Jetzt kommt die Standard-Bearbeitung: Kontraste, Farb-spezifische Sättigung (via HSL-Dialog), Schnitt, Schärfen und nochmals Rauschreduzierung, Erhöhung der Klarheit, ...
  • Für den letzten Schliff lade ich das Foto dann in Photoshop Elements. Hier erfolgt dann in der Regel die exakte Ausrichtung und Entzerrung des Bildes. Gerades Letzteres war aufgrund des extremen Weitwinkel bei den Louvre-Bildern zwingend erforderlich und war, wie so oft, nicht ganz einfach. Anschließend werden dann noch störende Bildelemente gestempelt und zuletzt wird das Bild abschließend geschärft. Dies mache ich fast immer mit dem Hochpassfilter von Photoshop Elements.

Ich hoffe, dass diese kurze Beschreibung einen guten Überblick über die Arbeit an den Bildern gegeben hat. Falls ihr zu den einzelnen Schritten Fragen oder auch Kritik und Verbesserungsvorschläge habt ... immer her damit! Vor allem über Kritik würde ich mich freuen - ich will ja auch noch besser werden ;-)

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Danny (Sonntag, 07 April 2013 21:31)

    Sehr schöne Bilder und eine tolle Erklärung des Processings. Danke! lg, Danny

  • #2

    Martin (Montag, 08 April 2013 17:19)

    Schön, dass dir die Bilder gefallen und du mit den Hinweisen zum Postprocessing etwas anfangen konntest. Entspricht der Workflow denn auch ungefähr deinem?

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